Neue Unklarheiten bei klarmobil
Viel Fantasie müssen die Verantwortlichen beim Mobilfunk-Discounter klarmobil aufgewendet haben, bis sie mit der “Kontoerhaltungsgebühr” eine Begründung für ihre derzeitige Aktion gefunden hatten. Wenigtelefonierer sind wohl bei keinem Service-Anbieter sonderlich beliebt, aber ihnen kurzerhand die SIM-Karte zu sperren, gehört zu den drastischeren Maßnahmen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Verantwortlichen bei klarmobil nicht genügend über mögliche Folgen nachdachten. Der Hinweis darauf, ihre Mobilfunknutzer vor weiteren Kosten schützen zu wollen, mag ja nobel klingen, ist es aber nicht. Bestandskunden bei klarmobil haben nämlich keine Klausel in ihrem Vertrag, der darauf verweist, einen Mindestumsatz von drei Euro im Monat realisieren zu müssen, um von zusätzlichen Kosten verschont zu bleiben. Einige Kunden nutzten nach der Sperrung tatsächlich die einzig verbliebene teure 0900er Nummer, um der Sache auf den Grund zu gehen. Das Angebot von klarmobil, auf Antrag diese Sperrung wieder rückgängig zu machen, wird wohl kaum jemand nutzen. Dieser Image-Schaden wäre vermeidbar gewesen.
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